BEAM Lab powered by HGV: FutureHotel Projections 2035
Hotels am Wendepunkt: Schlafplatz war gestern. Beim BEAM Lab powered by HGV stand eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Welche Rolle werden Hotels in Zukunft spielen, wenn Übernachtung allein nicht mehr ausreicht, um Relevanz zu schaffen?
Unter dem Titel „FutureHotel Projections 2035 – Hotels am Wendepunkt: Schlafplatz war gestern“ wurden Zukunftsbilder diskutiert, die zeigen: Hotels können künftig weit mehr sein als Beherbergungsbetriebe – etwa Plattformen, Community-Orte, Service-Hubs oder aktive Teile eines größeren touristischen Ökosystems.
Dazu haben wir bei Manuela Pattis, Leiterin der Unit Innovation im HGV, und Silvia Unterweger, Senior-Beraterin Konzept & Marketing im HGV, nachgefragt.
3 Fragen an Manuela Pattis, Leiterin der Unit Innovation im HGV
1. Warum lohnt es sich für Hotels, heute schon Richtung 2035 zu denken?
Weil viele Entwicklungen, die unsere Branche verändern werden, nicht erst 2035 beginnen – sie sind bereits heute spürbar. Neue Arbeitsformen, technologische Entwicklungen, veränderte Gästebedürfnisse oder Mobilität wirken schon jetzt auf die Hotellerie ein. Wer früh beginnt, diese Entwicklungen einzuordnen, kann Zukunft aktiv mitgestalten, statt später nur darauf zu reagieren.
2. Was bedeutet Innovation in diesem Zusammenhang konkret?
Innovation heißt für mich nicht, jedem Trend hinterherzulaufen. Es geht vielmehr darum, den eigenen Betrieb bewusst weiterzudenken: Welche Rolle möchte ich künftig für meine Gäste, meine Mitarbeitenden und mein Umfeld einnehmen? Wo entstehen neue Bedürfnisse? Und welche konkreten Schritte kann ich heute setzen, um morgen relevant zu bleiben?
3. Was sollte ein Betrieb aus solchen Zukunftsformaten mitnehmen?
Im besten Fall nicht nur Inspiration, sondern eine neue Haltung. Zukunftsarbeit soll helfen, den Blick zu öffnen – aber sie muss immer wieder in konkrete Maßnahmen übersetzt werden. Es geht darum, aus großen Zukunftsbildern kleine, machbare Schritte für den eigenen Betrieb abzuleiten.
3 Fragen an Silvia Unterweger, Senior Beraterin Konzept & Marketing im HGV
1. „Schlafplatz war gestern“ klingt provokativ. Was ist damit gemeint?
Hotels werden nicht verschwinden – aber die Logik ändert sich. 2035 wird ein Zimmer allein kaum noch ein Differenzierungsmerkmal sein. Relevanz entsteht dort, wo Hotels Rollen übernehmen: als Community-Ort, als Mobilitätsknoten, als Service-Hub in der Destination. Kurz gesagt: Das „Produkt“ ist nicht mehr nur die Übernachtung – es ist das, was ein Hotel für Menschen ermöglicht.
2. Welche Zukunftsrolle von Hotels findest du persönlich am spannendsten – und warum?
Mich faszinieren vor allem Hotels, die nicht nur „für Gäste“ gedacht sind, sondern als Teil ihres Umfelds funktionieren. Also Orte, die Wert schaffen, weil sie Menschen verbinden, Services bündeln oder Mobilität und Aufenthalt neu zusammendenken. Das Spannende daran: Es geht nicht um eine einzelne Innovation, sondern um eine neue Relevanzlogik – warum ein Hotel überhaupt wichtig ist.
3. Warum sollten Betriebe an diesem Lab teilnehmen?
Weil sie hier die Möglichkeit haben, ihr eigenes Geschäftsmodell zu hinterfragen und weiterzuentwickeln – gemeinsam mit anderen, die ähnlich denken. Es ist ein geschützter Raum, um neue Perspektiven zu testen und konkrete Ansätze für die eigene Positionierung zu entwickeln.
Betriebe, die sich strategisch und konzeptionell weiterentwickeln möchten, können ein unverbindliches Erstgespräch mit dem Bereich Konzept & Marketing des HGV vereinbaren. Betriebe, die ein Innovations- und Digitalisierungsprojekt starten möchten, können sich an die Stabstelle Innovation im HGV wenden.
Kontakt:
Manuela Pattis
Leiterin der Stabsstelle Innovation
T +39 0471 317 700
futurehospitality(at)hgv.it
Silvia Unterweger
Senior-Beraterin Konzept & Marketing
T +39 0471 317 780